Grundwasserverunreinigung in Österreich

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Grundwasserverunreinigung Laut Wasserbericht der UNESCO belegt Österreich den 18. Platz von insgesamt 122 untersuchten Ländern. Unser Hochquellwasser aus den Alpen hat beste Trinkwasserqualität. Das vermeintlich saubere Image des österreichischen Wassers ist allerdings getrübt.Hauptverursacher der Wasserverunreinigung ist die konventionelle Landwirtschaft. Düngemittel, Pestizide und Medikamentenrückstände verschmutzen das Wasser. Nach 1945 war Österreichs Regierung bestrebt, die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung durch eine autarke Landwirtschaft zu sichern. Durch Rodung und Trockenlegung von Feuchtgebieten entstanden riesige Nutzflächen. Gleichzeitig wurde der intensive Einsatz von synthetischen Düngemitteln und Pestiziden gestartet. Während seither für die Hersteller der Pestizide die Umsätze in den Himmel steigen – jährlich rund 80 Millionen Euro – sickern die Gifte in den Boden. 2005 wurden rund 8.500 Tonnen Pestizide auf österreichische Felder gesprüht. Wasserlösliche Substanzen werden mit dem Regenwasser ausgewaschen und gelangen so ins Grundwasser.Abgesehen von Insekten, Kräutern usw., die die Pestizide vernichten sollen, gibt es massive negative Folgen für die menschliche Gesundheit. Neben akuten Vergiftungen werden zunehmend gesundheitliche Langzeitfolgen beobachtet. Unfruchtbarkeit, Beeinträchtigungen des Immunsystems, Früh- und Fehlgeburten, Entwicklungs- und Verhaltensstörungen sowie chronische Schädigungen des Nervensystems und Krebserkrankungen werden in wissenschaftlichen Veröffentlichungen als zu befürchtende Folgen dokumentiert.

Nach dem „Wassergüte in Österreich“-Jahresbericht 2006 des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft sind in Österreich bereits 40,5 % zusammenhängende Grundwasserkörper verunreinigt. Betroffen sind vor allem durch konventionelle Landwirtschaft genutzte Regionen. Viele Hausbrunnenbesitzer können ihre Brunnen nicht mehr für Trinkwasserzwecke nutzen.

Berichte über verunreinigtes Trinkwasser und daraus folgende Verbote tauchen seit Jahren regelmäßig in unseren Tageszeitungen auf (siehe Downloads).

 

Wasserleitungen aus Blei sind außerdem in vielen Altbauten noch immer Ursache für die Vergiftung des Trinkwassers.

Downloads:

Ennser Wasser für Jahre ungenießbar

Grundwasserverunreinigung in Österreich

Herbizid in Ennser Trinkwasser

Sierning, drei Brunnen gesperrt

Trinkwasser auch in Wilhering und Sipbachzell mit Herbizid verunreinigt